Julika Rudelius

Ich fühle es, also ist es wahr

Auf der Projektionswand von „Ich fühle es, also ist es wahr“ stehen sich zwei Reihen gegenüber, aufgeteilt in Frauen und Männer. Die Reihen gehen langsam aufeinander zu. Sobald sie sich auf wenige Meter genähert haben, fixieren sich die jeweils gegenüberstehenden Paare und flehen, schreien und schluchzen. Alle sind privilegiert, sie repräsentieren das, was bei Reckwitz als creative class bezeichnet wird. Was aber, wenn das Erreichen von Gleichheit für noch immer marginalisierte und diskriminierte Gruppen von Menschen nur durch Abgrenzung geschehen kann, um irgendwann hoffentlich Gleichheit zu erreichen? Ein großer Teil von Rudelius‘ früheren Arbeiten geht über Personen mit Migrationserfahrung, um die Unterschiede, welche sich, unabweisbar sehr oft als Legitimation zur Unterdrückung marginalisierter Gruppen historisch festgeschrieben hat. Der stets größer werdende Konflikt zwischen den sozialen Klassen wird hier thematisiert.

Ausstellungsdauer:

21. Mai 2021 bis 30. Juni 2021

Vernissage:

21. Mai 202114:00 Uhr – 20:00 Uhr