George Grosz

Glitzer und Gift der Zwanzigerjahre

»Der Mensch ist nicht gut, sondern ein Vieh!«, urteilte George Grosz und
veranschaulichte seine Meinung deutlich sichtbar in seinen Werken. Bis
heute ist der Berliner Künstler berühmt für seine satirischen Illustrationen, die
den moralischen Zerfall in Deutschland zwischen dem Ersten Weltkrieg und
Hitlers Machtübernahme 1933 thematisieren. Grosz wollte mit seinen
Arbeiten an das gesellschaftliche Gewissen appellieren und einen Blick
hinter die Fassade werfen. Sein stilistisches Mittel: Grauen gepaart mit
Humor. So machte er seine Kunst zur Waffe und lüftete mit spitzer Linie den
klischeebesetzten glitzernden Vorhang der Goldenen Zwanziger.
Ungeschönt zeigt er das Elend und die Schattenseiten seiner Zeit auf, legte
menschliche Abgründe dar, kehrte das Innerste nach außen. Seine
Darstellungen wurden in verschiedenen zeitgenössischen Kunstzeitschriften
und politischen Magazinen gedruckt und sind so schnell einem breiten
Publikum bekannt geworden.

Ausstellungsdauer:

18. November 2022 bis 26. Februar 2023