Mit einer bestechenden Konsequenz reiht sich der Kölner Künstler Thomas Deyle (geb. 1957) in eine Tradition der Farbmagier ein (Geiger, Graubner, Rothko), die die Farbe über alles stellen. Als Musikersohn und Synästhet folgt er dem sinnlichen und rationalen Farbraum gleichermaßen, den er auf dem Acrylglasgrund nahezu materielos zur Wirkung bringt. Ohne das unmittelbare Erlebnis vor dem Bild ist die feinsinnige, hochkomplexe und meditative Arbeit kaum zu begreifen.