Anfang 2026 präsentiert der Kunstverein Ludwigsburg neue Arbeiten, in denen der Ronald Cornelissen zwei monumentale Skulpturen entwickelt, die auf den Formen des „Hummer“ basieren – dem zivilen SUV-Ableger des militärischen Humvee. Aus einfachen, alltäglichen Materialien gefertigt, bewegen sich die Werke zwischen Fahrzeug, Möbel und Architektur. Sie wirken zugleich monumental und banal und entlarven den SUV als Symbol für Luxus, Umweltbelastung und raumgreifende Machtgesten.
Im sakral anmutenden, showroomartigen Ausstellungsraum erscheinen die Skulpturen als sperrige Hindernisse. Sie bilden ein Diptychon, das die Spannungen zwischen Banalität und Monumentalität, Alltäglichkeit und Ideologie sichtbar macht. Ergänzend werden Wandzeichnungen gezeigt, die zusätzliche interpretative Ebenen eröffnen und das Raumerlebnis vertiefen.